Sarina Ravens, PhD

Molekulare Kontrolle der γδ T Zellfunktionen

  

Die Funktionalität von gamma-delta (γδ) T Zellpopulationen kann anhand der exprimierten γ- und δ-Ketten des γδ T-Zell-Rezeptors (TZR), sowie der Lokalisation der jeweiligen γδ T-Zellen im Körper assoziiert werden. Als angeborene Immunzellen sind γδ T-Zellen schon zum Zeitpunkt der Geburt sehr funktionell und schützen den Körper direkt vor Pathogenen. Wir glauben, dass extrinsische und intrinsische Faktoren die Entwicklung, Organspezifizität und funktionelle Anpassung von murinen und humanen γδ T-Zellen beeinflussen. 

In der Maus entstehen die IL-17 produzierende Vγ6 und Vγ4 T-Zellen in der embryonalen Entwicklungsphase. Nach der Geburt bleiben sie als langlebige Zellen bestehen und weisen eine hohe Gewebespezifizität auf. Im ersten Teil dieses Projektes soll untersucht werden, wie die Anpassung und die Langlebigkeit IL17-produzierender γδ T-Zellen auf transkriptioneller Ebene reguliert ist. Dafür untersuchen wir die Genexpressionsmuster und die Heterogenität von IL-17 produzierenden γδ  T-Zellen in unterschiedlichen Organen auf Einzelzell-RNA Ebene. 

Im zweiten Teil des Projektes möchten wir die Entwicklung und Funktion von humanen angeborenen γδ T-Zellklonen verstehen. Wir und andere konnten mittels Hochdurchsatzsequenzierungen von humanen γδ TZR Repertoires zeigen, dass diese in Erwachsenen aus individuellen, expandierten γδ T-Zellklonen bestehen und zudem eine hohe Diversität aufweisen.  Interessanterweise haben Neugeborene ein sehr ähnliches γδ T-Zellrepertoire. In diesem zweiten Teil des beantragten Projektes untersuchen wir den Einfluss von Selbst- und Fremdantigenen auf die Entwicklung des γδ TZR Repertoires untersuchen.  Zudem möchten wir verstehen wie sich die Entstehung eines sehr individuellen γδ T-Zellrepertoires in den Genexpressionsmustern und auf epigenetischer Ebene wiederspiegelt. 

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